Auswertung der Projektwochen in Kürten, Pulheim-Stommeln und Dortmund-Husen
Die Projektwochen Stark ohne Gewalt an den drei Standorten wurden im Zeitraum von September 2007 bis September 2008 jeweils durch eine Lehrerfachtagung vorbereitet und durch Folgeseminare (sogenannte BIS-Seminare) für Jugendliche weitergeführt.
Die Hauptergebnisse der Evaluation waren:
1. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt wurde nach der Projektwoche von einer großen Mehrheit der Jugendlichen als wichtig erachtet: bei allen Schulen lag diese Meldung über 80 Prozent.
2. Der Lernerfolg zum Thema ist positiv zu beurteilen: gut zwei Drittel der Befragten haben sich dazu positiv geäußert.
3. Als wichtigster Sammelindikator für das Gelingen eines solchen Angebots wird häufig die Weiterempfehlungsabsicht genutzt: die entsprechenden Quoten lagen zwischen 84 und über 94 Prozent.
4. Die Projektwochen waren in aller Regel eine Gemeinschaftsveranstaltung der Gen Rosso Gruppe, dem Starkmacher e. V. und den Lehrerinnen und Lehrern der beteiligten Schulen. Vor diesem Hintergrund sind die positiven Echos zu sehen. Bei weitem nicht alle Schülerinnen und Schüler konnten an den begehrten künstlerischen Gen Rosso Workshopsaktiv mitwirken. Trotzdem sind die Themenstellung Gewalt und die Methodik eines wertschätzenden, auf die Stärkung der einzelnen Personen gerichteten Ansatzes erkannt und akzeptiert worden.
5. Die Bewertung der kleineren Schule in Dortmund, an der nahezu alle Beteiligten mit Gen Rosso zusammenarbeiten konnten, liegt jeweils ca. 10 Prozentpunkte besser als die der anderen Schulen. Dies ist verständlich und für das Kernkonzept und die geleistete Arbeit der Gen Rosso Gruppe positiv zu werten. Erstaunlich ist aber auch die Wirkung, die in den größeren Schulen erreicht werden konnte.
6. Vor allem in den qualitativen Fokusgruppeninterviews wurde deutlich, dass die „Starkmacher“ Botschaft des Projektes mit wertschätzendem Umgang mit allen Personen von den Schülerinnen und Schülern verstanden und aufgenommen wurde.
Den Teilnehmern wurde deutlich, dass dieses Konzept Personen mit Sondersituationen wie Migrationshintergrund und Rolle in der Klasse ausdrücklich einschließt. Dabei haben die Rollenvorbilder (Gen Rosso und den engagierten Workshopleitern) verdeutlicht, dass es nicht um Sondersituationen einer Schulwoche, sondern um ein für Alltag und Beruf anwendbares Konzept geht.
7. Die festgestellten und klar adressierten Verbesserungspotentiale beziehen sich vor allem auf die Fachtagungen vorab und auch Organisatorisches. Festgestellte Monita wurden unverzüglich in die neuen Projektwochen „eingepflegt“. Insofern ist schon während der laufenden Projekte eine lernende Organisation im Sinne von Qualitätsmanagement etabliert worden. Die Projektleiter haben proaktiv auch kritisches Feedback erbeten und im Dialog mit den Evaluatoren an der Weiterentwicklkung gearbeitet. Dies spiegelt sich auch in den Beurteilungen der zeitlich weiter hintern liegenden Projektwochen wider.





















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