Wissenswertes zum Projekt

Das Musical "Streetlight" berührt die Thematik "Stark ohne Gewalt" auf eindringliche und packende Weise. Es erreicht Jugendliche über Musik, Bewegung und visuelle Reize. Die Performance bezieht ihre Kraft aus dem persönlichen Engagement der Musiker aus verschiedenen Nationen für Frieden, Solidarität und Völkerverständigung.

 

Im Verlauf der Projekttage mit den einzelnen Bandmitgliedern lernen die Jugendlichen sich selbst, ihre Stärken, Talente und Fähigkeiten besser kennen und einzusetzen. Das gibt dem Selbstwertgefühl einen Schub und stärkt die Sensibilität für sich selbst und andere.

 

 

 

Die Zielgruppe

STARK OHNE GEWALT richtet sich an Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren - Schülerinnen und Schüler aller Schulformen - und an ihre Lehrerinnen und Lehrer. Im Blickpunkt stehen nicht die Jugendlichen, die als Täter in Erscheinung treten oder andere zu Übergriffen auf Mitschüler anstiften oder ihre Opfer. Diese Gruppen sind auffällig und stehen normalerweise im Zentrum pädagogischer Bemühungen um Gewaltprävention.

 

STARK OHNE GEWALT hat diese Jugendlichen zwar auch im Blick, konzentriert sich aber auf die andere – weitaus größte Gruppe einer Klasse: die passiven Zuschauer. Sie nehmen die sie umgebende Gewalt in Form von Mobbing, Lächerlichmachen oder Ausgrenzung sehr deutlich wahr. Aber sie sind sich dessen vielfach nicht bewußt. Sie schwanken zwischen Applaus für die Täter, Ablehnung und völliger Indifferenz. Ratlos und hilflos bieten sie den Tätern eine Bühne und unterstützen genau damit die Übergriffe auf ihre Klassenkameraden.

 

Genau hier setzt STARK OHNE GEWALT an, indem es die Schülerinnen und Schüler vor die Frage stellt: "Was ist Gewalt, wo beginnt sie für Dich?" und ihnen vor Augen führt, dass Gewalt schon im Kopf beginnt. Die zunächst passiven Zuschauer werden auf diese Weise zu reflektierenden Akteuren und verändern die gesamte Klassenatmosphäre: Die Grundlage für unterschwellige Gewalt, alltägliche "kleine, unbemerkte" Übergriffe ist gestört und den Tätern die Bühne genommen.

 

Über diese Zielgruppe der zunächst eher passiven Jugendlichen ist es möglich, indirekt auf das Verhalten der Anstifter und Täter einzuwirken.

...worum geht es?

 

Die Jugendlichen werden dabei begleitet, ihre Gefühle und ganz persönlichen Stärken besser kennen zu lernen, ihr Selbstwertgefühl zu stärken und soziale Kompetenzen auszubauen. Sie sollen sensibilisiert werden, Gewalt im alltäglichen Umgang miteinander zu erkennen, bewußt gegen alle Formen von Gewalt Stellung zu beziehen und ihr Konflikt lösende Handlungsalternativen gegenüber zu stellen. Dabei geht es nicht in erster Linie um extreme Formen der Gewalt, sondern um die kleinen Alltäglichkeiten wie Mobbing und Ausgrenzung, Angst, Aggression und Intoleranz. Es geht um Mitmenschlichkeit und Toleranz.

 

Bei STARK OHNE GEWALT stehen nicht die Täter oder Opfer im Vordergrund, sondern die passiven Zuschauer, die Mitläufer. Sie bereiten den Tätern die Bühne - und könnten sie ihnen aber auch entziehen. Dieser "Macht" sind sie sich allerdings nicht bewusst. 

 

Das Projekt greift Fragen zum Selbstwertgefühl, zum Umgang mit Frustration, zum wachsenden Konfliktpotenzial als Folge des Zusammenlebens verschiedener Kulturen auf und behandelt sie altersgemäß.

 

Alle Informationen zum Projekt finden Sie im "Handbuch STARK OHNE GEWALT", das Sie hier downloaden können.

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