STARK OHNE GEWALT richtet sich an Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren - Schülerinnen und Schüler aller Schulformen - und an ihre Lehrerinnen und Lehrer. Im Blickpunkt stehen nicht die Jugendlichen, die als Täter in Erscheinung treten oder andere zu Übergriffen auf Mitschüler anstiften oder ihre Opfer. Diese Gruppen sind auffällig und stehen normalerweise im Zentrum pädagogischer Bemühungen um Gewaltprävention.
STARK OHNE GEWALT hat diese Jugendlichen zwar auch im Blick, konzentriert sich aber auf die andere – weitaus größte Gruppe einer Klasse: die passiven Zuschauer. Sie nehmen die sie umgebende Gewalt in Form von Mobbing, Lächerlichmachen oder Ausgrenzung sehr deutlich wahr. Aber sie sind sich dessen vielfach nicht bewußt. Sie schwanken zwischen Applaus für die Täter, Ablehnung und völliger Indifferenz. Ratlos und hilflos bieten sie den Tätern eine Bühne und unterstützen genau damit die Übergriffe auf ihre Klassenkameraden.
Genau hier setzt STARK OHNE GEWALT an, indem es die Schülerinnen und Schüler vor die Frage stellt: "Was ist Gewalt, wo beginnt sie für Dich?" und ihnen vor Augen führt, dass Gewalt schon im Kopf beginnt. Die zunächst passiven Zuschauer werden auf diese Weise zu reflektierenden Akteuren und verändern die gesamte Klassenatmosphäre: Die Grundlage für unterschwellige Gewalt, alltägliche "kleine, unbemerkte" Übergriffe ist gestört und den Tätern die Bühne genommen.
Über diese Zielgruppe der zunächst eher passiven Jugendlichen ist es möglich, indirekt auf das Verhalten der Anstifter und Täter einzuwirken.